Montag, 17. April 2017

Unterwegs, Teil 2: Biel

Biel oder Bienne, wie es im Französischen  genannt wird, ist die zehntgrößte Stadt der Schweiz. Als IT-Trainer hat man nicht viel Zeit, aber ich hab die kleine Gelegenheit genutzt, um diese Stadt, die mit ca. 55.000 Einwohnern etwas kleiner als mein heimatliches Lüneburg ist, zu erkunden.  Biel ist zweisprachig, alle Anzeigetafeln, Schilder und Karten sind in deutsch und französisch und ich merke mal wieder, dass ich doch ein wenig frankophil bin. Der schöne Gesang der Sprache, aber auch das gewisse "Savoir vivre" sind durchaus auch in Bienne zu erkennen und haben diese scheinbare Leichtigkeit des Seins, die mich sehr anzieht.

Teilweise wirkt Biel sehr französisch...

Bieler Innenstadt
Zentralplatz mit berühmten Tramwartehäuschen links

Biel ist eigentlich die Schweizer "Uhrenstadt": Omega, Rolex, Swatch, Wenger, Lacroix haben hier ihren Sitz.
In den 70er/80er Jahren des letzten Jahrhunderts hat die Bieler Uhrenindustrie schwere Einschnitte durch die Konkurrenz der günstigen Quarzuhren aus Asien hinnehmen müssen. Inzwischen hat sich die Stadt hin zur Dienstleistungsstadt bewegt und neue Bereiche in Feinmechanik, insbesondere in der Medizintechnik gefunden. Biel hat, so erzählte mir der sehr nette QM-Leiter des Spitalzentrums, ein sehr konsequentes soziales Wohnungsbauprogramm durchgezogen, was die Stadt auf der einen Seite jung hält und wachsen lässt, aber durch soziale Brennpunkte und Drogenhandel auch Probleme mit sich bringt.

Wenn man allgemein herumfragt, was die Leute mit der Schweiz verbinden, kommt meistens als erstes: "Die Alpen!" Ja, durchaus sind die Schweizer Alpen mehr als bemerkenswert, aber große Teile der Schweiz sind weitab vom hohen Gebirge. Ich verbinde mit der Schweiz vor allem auch die vielen schönen Seen. So in Biel, das am nordöstlichen Ende des nach eben der Stadt benannten See liegt. Ein paar Fotos sind mir nach der Schulung gelungen:

Blick vom Spitalzentrum auf Biel


Blick auf den Bielersee

Abendsonne

Zum Abschluss ein abfotografierter Text aus dem Schweizer "Tagesanzeiger", den ich beim Frühstück im Hotel fand. Herr Philippe Zweifel, der Journalist, möge mir die Kopie verzeihen, aber die Beschreibung eines "Ar...loches" trifft die Sache angesichts  von Personen wie Herrn Erdogan, Herrn Trump oder Herrn Farage etc... so ins Schwarze, dass ich den Text mal hier einstelle. Werte Leserin, werter Leser, ergibt sich die Gelegenheit, kaufe bitte eine Ausgabe des "Tagesanzeiger" als Dank für den schönen Artikel...


Leider ist das Bild etwas abgeschnitten, aber man kann es noch lesen...
Von Biel aus ging es weiter nach Chur in Graubünden, aber das ist dann Teil 3 meiner kleinen Serie.

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