Dienstag, 7. März 2017

Hello again from Minnesota

Moin moin mal wieder!
Ich habe das Blog geweckt. Mit einem Reisebericht sei es wieder ins Leben gerufen:

Kürzlich weilte ich mit einem Kollegen in Minnesota,  beruflich... Der gewöhnliche Touri würde ja freiwillig wohl niemals im Februar nach Minnesota wollen. Höchstens in die "Mall of America" zum Einkaufen. Naja, das machen zumindest amerikanische Touristen wohl wirklich...
Im Vergleich zu Kalifornien ist Minnesota etwas europäischer, weniger Plastik und falsche Wimpern, irgendwie "echter",  aber auf eine sehr authentische Art auch amerikanisch.
Minnesota hat im Februar eine Durchschnittstemperatur von -7° Celsius, ist also schon ein wenig schattiger als der deutsche Durchschnittswinter. Aber es ist meist trocken, nur ab und zu kommt ein Blizzard vorbei und sorgt für richtig Chaos, das fällt dann, wie alles in Amerika, etwas größer aus als wir das gewohnt sind.
Die Seen (Minnesota ist das Land der 10000 Seen) sind jedenfalls im Winter tief zugefroren und "echte Männer", also "echte amerikanische Männer" (was immer das auch für ein besonderes Gender ist...) fahren mit ihren "zierlichen kleinen Trucks" aufs Eis um dort ein Loch zu bohren und zu angeln.
Schon irgendwie cool, wenn man die Fische nicht töten müsste... Mir tut irgendwie alles leid, was um sein Leben zappelt.
Bei der Anreise hatten wir aus dem Flugzeug einen wirklich schönen Blick auf ein paar Seen.

Anflug auf Minneapolis

Wir sind auf Grund der Kälte nicht viel rausgekommen. Aber neben dem obligatorischen Besuch der Mall of America, die (wie die Supermärkte auch) bei mir einen echten Kultur-, nein Kultur ist das nicht..., einen Konsumschock auslösten, sind wir doch noch mal nach St. Paul reingefahren und haben auch von Minneapolis ein paar Bilder gemacht. Wenn man bedenkt, dass sich der Mississippi noch durch ganz Nordamerika zieht um dann im warmen Süden in den Golf von Mexiko zu münden, dann ist dieser "Ol Man River" schon hier oben erstaunlich weit und mächtig.




















Ich bekomme sofort melancholisches Fernweh, wenn ich an so einem Fluß stehe. Fernweh nicht nur nach anderen Orten, sondern besonders auch nach anderen Zeiten und anderen Welten.

Und wenn die amerikanischen Hochhäuser und Bauten im klaren Licht der Februarsonne funkeln, dann ist der Reiz dieser eigentlich mir zu großspurigen Architektur evident. Die graphische Impression lässt die Gigantomanie in den Hintergrund treten. Immer ein Fall für mich, dann in Schwarz/Weiß zu arbeiten.




































Ganz in Farbe erstrahlte das "Landmark Center" in St. Paul. Der "Winter Carnival" auf dem Platz davor lag in den letzten Zügen, nur noch ein paar Eistürme und zerfallene Eisskulpturen waren zu sehen.



















Das Landmark Center, gebaut 1902, war einmal ein Postamt, heute ist ein Kunst- und Kulturzentrum.

Und sonst? Ich würde mir gerne einmal Minnesota im warmen Sommer ansehen, das heißt,  es mit einem passenden Fahrzeug zu erkunden. Minnesota ist fast 5 mal so groß wie Niedersachsen, hat aber nur 5,4 Millionen Einwohner, von denen mehr als 3 Millionen im Großraum Minneapolis/St. Paul leben.
Also sind die meisten der 10 000 Seen menschenleer, das Wetter ist im Sommer heiß und trocken.
Es gibt soviel Ziele auf dieser Erde, die ich entdecken möchte... Allein Zeit und Geld bremsen mich ein.
Wie auch immer, wir haben die knappe Zeit zwischen der Arbeit genutzt und wenigstens ein wenig Land und Leute beschnuppert.
Wobei einen die amerikanischen Supermärkte mit ihrer schieren Größe schon erschrecken können:









Aber alles in Allem: Trump zum Trotz war America wieder eine Reise wert.
Übrigens: Alle Bilder sind mit dem Smartphone (iPhone SE) gemacht.

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