Donnerstag, 25. Oktober 2012

Herbst


Herr: es ist Zeit.  Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
Und auf den Fluren lass die Winde  los.
    
Befiehl  den letzten Früchten voll zu sein;
Gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
Dränge sie zur Vollendung hin und jage
Die letzte Süße in den schweren Wein.
    

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist,  wird es lange bleiben,
Wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
Und wird in den Alleen hin und her
Unruhig wandern,  wenn die Blätter treiben.

(Rilke)

Samstag, 13. Oktober 2012

Warten auf die nächste Saison..

Viel zu schnell kommt der Herbst... Ich sag euch, Weihnachten steht schon wieder vor der Tür und irgend ein liebenswerter Dussel wird es wieder rein lassen,
hoffe ich :-)
Milena jedenfalls ist ausgeräumt.
Die Segel abgeschlagen wartet sie auf den Kran...
Danke an Alena, Heiner, Dagmar und natürlich Guido fürs Helfen!
Die heftigen Schauer haben wenigstens dazu geführt, dass wir mal getestet haben, ob wir mit fünf Mann/Frau hoch im Boot sitzen können: Geht...


Dienstag, 9. Oktober 2012

Abendgedanken

Wie weit?
Wohin?
Warum?
Ich sitze mal wieder alleine in einem Hotelzimmer.
Wofür arbeite ich? Wofür lebe ich?
Die Feststellung, dass ich in jeder Beziehung, in jeder der drei Familien meines Lebens, bei allen Menschen, die mir am Herzen liegen, bei allem, was ich tue, immer nur die zweite Wahl bin, frustriert mich zusehens.
Wenn niemand auf einen wartet, wenn es viele freut, wenn man Zeit für sie hat, aber nur, solange nichts anderes, egal wie banales, anliegt, dann verliert man die Lust, den Halt, die Motivation.
Ich bin niemand der sich versteckt.
Es wird Zeit, dass ich Konsequenzen ziehe, dass ich mir ein Rest-Leben suche, bei dem es jemanden wirklich interessiert, wer ich bin und was ich tue. Und wo ich nicht nur ein billiger Bespaßer bin, der sonst sehen kann, wo er bleibt.
Es gibt vielleicht den einen oder anderen, den das jetzt irritiert. Aber macht euch keine Sorgen. Ich geh nicht unter.
Ich höre lediglich auf, um Aufmerksamkeit zu betteln, zu investieren, wo doch nichts rauskommt, außer heißer Luft.