Montag, 3. Dezember 2012

Innsbruck, Dezember 2012

Zwischen Schmalzkringel und Glühwein, lachenden Menschen und leuchtenden Fenstern wandelte ich durchs Lichtermeer, gewärmt von der leisen Melancholie der Einsamkeit.
In solchen Augenblicken möchte ich schreiben können. Schreiben und beschreiben, wie groß und wunderschön diese Welt ist, wie verletzlich und klein wir in ihr herumlaufen. Wir Menschen sind Engel mit nur einem Flügel. Um fliegen zu können, müssen wir uns eigentlich nur gegenseitig in den Arm nehmen...







Samstag, 1. Dezember 2012


Billy Joel:

And So It Goes

In every heart, there is a room,
A sanctuary safe and strong.
To heal the wounds of lovers pasts
Until a new one comes along.

I spoke to you in cautious tones,
You answered me with no pretense.
And still I feel I said too much.
My silence is my self-defense.
And everytime I've held a rose,
It seems I only felt the thorns.

And so it goes, and so it goes,
And so will you soon, I suppose.
But if my silence made you leave,
Then that would be my worst mistake.
So I will share this room with you,
And you can have this heart to break.

And this is why my eyes are closed.
It's just as well for all I've seen.

And so it goes, and so it goes.
And you're the only one who knows.

So I would choose to be with you.
That's if the choice were mine to make.
But you can make decisions, too,
And you can have this heart to break.

And so it goes, and so it goes.
And you're the only one who knows.


Vom Album "Songs In The Attic (Live)"

Sonntag, 4. November 2012

Denk mal drüber nach! :-)

So manchmal finde ich auf Facebook sogar etwas philosophisches...

Eigentlich ist es doch genau so, oder?
Um den obigen Text zu ergänzen: Wir haben rund um die Welt so viele Möglichkeiten uns zu unterhalten, wir nutzen Messenger und skypen, wir twittern, posten und bloggen, wir simmsen und e-mailen...
...und haben darüber völlig vergessen, was wir uns zu sagen haben.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Herbst


Herr: es ist Zeit.  Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
Und auf den Fluren lass die Winde  los.
    
Befiehl  den letzten Früchten voll zu sein;
Gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
Dränge sie zur Vollendung hin und jage
Die letzte Süße in den schweren Wein.
    

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist,  wird es lange bleiben,
Wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
Und wird in den Alleen hin und her
Unruhig wandern,  wenn die Blätter treiben.

(Rilke)

Samstag, 13. Oktober 2012

Warten auf die nächste Saison..

Viel zu schnell kommt der Herbst... Ich sag euch, Weihnachten steht schon wieder vor der Tür und irgend ein liebenswerter Dussel wird es wieder rein lassen,
hoffe ich :-)
Milena jedenfalls ist ausgeräumt.
Die Segel abgeschlagen wartet sie auf den Kran...
Danke an Alena, Heiner, Dagmar und natürlich Guido fürs Helfen!
Die heftigen Schauer haben wenigstens dazu geführt, dass wir mal getestet haben, ob wir mit fünf Mann/Frau hoch im Boot sitzen können: Geht...


Dienstag, 9. Oktober 2012

Abendgedanken

Wie weit?
Wohin?
Warum?
Ich sitze mal wieder alleine in einem Hotelzimmer.
Wofür arbeite ich? Wofür lebe ich?
Die Feststellung, dass ich in jeder Beziehung, in jeder der drei Familien meines Lebens, bei allen Menschen, die mir am Herzen liegen, bei allem, was ich tue, immer nur die zweite Wahl bin, frustriert mich zusehens.
Wenn niemand auf einen wartet, wenn es viele freut, wenn man Zeit für sie hat, aber nur, solange nichts anderes, egal wie banales, anliegt, dann verliert man die Lust, den Halt, die Motivation.
Ich bin niemand der sich versteckt.
Es wird Zeit, dass ich Konsequenzen ziehe, dass ich mir ein Rest-Leben suche, bei dem es jemanden wirklich interessiert, wer ich bin und was ich tue. Und wo ich nicht nur ein billiger Bespaßer bin, der sonst sehen kann, wo er bleibt.
Es gibt vielleicht den einen oder anderen, den das jetzt irritiert. Aber macht euch keine Sorgen. Ich geh nicht unter.
Ich höre lediglich auf, um Aufmerksamkeit zu betteln, zu investieren, wo doch nichts rauskommt, außer heißer Luft.

Sonntag, 26. August 2012

30 Sekunden über den Sommer 2012

Na gut, ganz so schlimm war er dann doch nicht...
video
Wenigstens nicht durchgehend...
Manchmal hat es auch bloß genieselt... :-)

Freitag, 24. August 2012

Urlaub auf dem Boot

Das war er schon wieder, der Urlaub, mein erster auf eigenem Boot... Die erste Woche Arbeit ist fast schon wieder rum.
Zeit für ein Fazit.
Die Milena liegt in Neustadt i.H. und meine ersten Bedenken, dass der Hafen zu groß und einfach nur ein riesiger Campingplatz ist, haben sich nicht bewahrheitet. Der Liegeplatz ist gut, die Nachbarn hilfsbereit aber nicht aufdringlich und Milena hat sich auf jeden Fall als "kleine Ferienwohnung mit unverbaubarem Meerblick" bewährt.


Ich hab lange nicht so gut geschlafen wie in Milenas Vorschiffskoje, sanft schaukelnd und manchmal mit Blick auf die Sterne durchs offene Vorluk. Auch die Abende im Cockpit unter dem einfachen aber effektiven Sonnensegel mit Blick auf Mond und Masten waren auf eine wunderbare Weise tiefenentspannt. Das hätte noch so weiter gehen können...



Überhaupt: Das schönste am Meer ist der Himmel darüber. Die Weite, das Licht die Farben: Ich kann mich nicht dran satt sehen. Und so hatte das wechselhafte Wetter der ersten Woche auch seine Vorzüge: Wenn der Schauer abgezogen ist und die Sonne versinkt, dann kommen die Postkartenmotive.


Das einzige, was zu kurz gekommen ist, ist das Segeln. Mir war oft einfach zu viel Wind, ich wollte eigentlich erst mal bei "Kaffeesegelbrise" so um die 3 Bft. Erfahrung sammeln. Und Böen mit knapp 60km/h waren mir da zuviel, obwohl die Milena mit ihren 1,1 Tonnen Kiel (50% Ballastanteil!) schon sehr seetüchtig ist und so eine steife Brise durchaus verträgt.




Na, jedenfalls segeln tut sie und zwar gar nicht so schlecht, wenn ich auch nicht glaube, dass der Vorbesitzer wirklich viel mit dem Boot gesegelt ist. Ein Block z.B. (Fockschotschiene) war so festgegammelt, dass er sich überhaupt nicht mehr drehte und die Fallwinsch auf dem Kajütdach hat auch die letzten Jahre kein Fett gesehen, mal abgesehen davon, dass das Großfall zu kurz ist, um es über die Winsch zu führen. Und dass der Außenborder so an der Badeleiter anschlägt, dass sich das Getriebe von "Zurück" auf "Voraus" umschaltet, hätte beinahe zu einem Crash mit dem Nachbarboot geführt. Überhaupt sind einige Konstruktionen an Bord geradezu unglaublich fahrlässig montiert, besonders in der Elektrik. Da muss ich auch im Winter noch mal ran und genauer prüfen. Immerhin passten die großen Ikea Gartenmöbelkissen wie erhofft in Verbindung mit 2 Kapok-Rollen perfekt als Ersatz für die vergammelten Polster und auch die Kühlbox hat einen schönen festen Platz gefunden.


Mein iPad hat sich als "Bordrechner" bestens bewährt, während das vorhandene eingebaute Radio falsch angeschlossene Lautsprecher hat, die beide nur das linke Signal wieder geben. Auch da muss ich noch ran.
Ebenfalls schreien einige Holzteile verzweifelt nach Farbe, aber was geht, werde ich jetzt am Wochenende mit nach Hause nehmen, um es zu schleifen und zu lasieren. Den Hochglanzquatsch auf Flächen auf denen man ständig rumläuft (Cockpit) mach ich aber nicht weiter mit.
Gefreut hat mich, dass Alena und Mila das Boot offensichtlich gefällt und sie es auch ein paar Tage drauf aushalten und dass Mila offensichtlich Spaß am Segeln hat und beim Steuern und als Vorschoter wirklich Talent zeigt. 
Da kann ich den ersten längeren Törn mit ihr kaum abwarten.
Schade, dass keiner meiner Nachbarn und Freunde mit Segeln war, aber das kommt vielleicht ja noch.
Alles in allem ein etwas mühsamer Start meiner Skipperkarriere, aber inzwischen habe ich doch Vertrauen gefasst zu dem 40 Jahre alten Mädchen und es auch lieb gewonnen, zumal sich herausgestellt hat, dass die einigen Liter Wasser, die regelmäßig in der Bilge zu finden waren in erster Linie aus einer undichten Schlauchverbindung des Wassertanks stammten.
So weit erstmal mit der bestätigten Erkenntnis, dass das einzige, was an einem alten Boot immer arbeitet, der Eigner ist und einem Zitat aus dem "Kaufmann von Venedig" von William Shakespeare:

"I desire no more delight, than to be under sail and gone tonight"


Samstag, 11. August 2012

Abend in der Lübecker Bucht...

Der Schauer ist abgezogen, es wird kühl, das Licht ist schon ein wenig herbstlich, ohne das wirklich Sommer gewesen wäre...



Mittwoch, 1. August 2012

Urlaub auf Milena

Endlich Urlaub... Und heute hat mir Guido dabei geholfen, das Rigg zu trimmen und die Segel anzuschlagen. Auf den Guido ist wirklich Verlass. Merke: Wenn du Hilfe benötigst, siehst du, wer dein Freund ist und wer nur schlaue Sprüche klopft.
Jedenfalls sieht Milena jetzt nicht nur aus wie ein Segelboot, sondern kann auch wirklich Segeln...
Anbei zwei kleine Bilder von heute Abend. Meine Töchter lesen... Weitere Bilder folgen...

Samstag, 30. Juni 2012

Neues von Milena

So, jetzt heißt sie endlich auch Milena. und der Mast steht. Und der Aussenborder läuft. Und sie ist am Liegeplatz angekommen.

Erst mal bekam meine Bandholm 24 ihren Namen. Wer es noch nicht weiß: Sie heißt "Milena" weil meine eine Tochter Mila und die andere Alena heißt. Und da muss man bei beiden nur ein "a" streichen und raus kommt eben "Milena". 
Alter Name ab, neuer dran... ich hoffe meine Töchter machen mit mir noch einen zünftige Bootstaufe...

Sie schwimmt....
Das Backbord-Want klemmt in der Saling... Gut wenn man einen Kran und Profis dabei hat...

Mast stellen war kompliziert: Die Jungs hatten keine Lust, weil das Wochenende nahte und außerdem mussten sie erst mal den Mast herrichten, was auf wenig Gegenliebe traf. Das hatte ihnen nämlich trotz meiner klaren Auftragsstellung keiner gesagt. Typischer Fall von schlechter Kommunikation, wenigstens fehlte nix. Einige Positionen (Mast, Vorstagbolzen) mussten wir raten, da nicht klar war, welches die vorher genutzte und damit wohl richtige Position war. Scheint jetzt aber alles richtig zu sein, zumindest passen die Wantenlängen.


Die erste Fahrt.... Sieht so einfach aus.... Aber ich war ja alleine... Läuft der Motor auch zuverlässig? Schaff ich es vernünftig anzulegen? Am Liegeplatz stand ja immerhin Brosi...

Angekommen am Liegeplatz. Milena lässt sich verblüffend leicht steuern, wir hatten aber auch nur wenig Wind. Jedenfalls kam ich im ersten Versuch ohne große Korrekturen mit genau der richtigen Geschwindigkeit rein...  Der Kampf mit den alten, unpassenden Festmachern war dann das nervigste des ganzen Tags.
Die neuen sind schon bestellt...
Jetzt muss ich noch den Baum und die Segel anschlagen. Nächstes Wochenende. Ich spann jetzt die Wanten erst mal"über den Daumen" und sichere sie, damit sie sich nicht losrütteln.
Es bleibt spannend.

P.S.: Ich habe trotz gewaltigen Gewitters sehr gut geschlafen...:-)


Freitag, 22. Juni 2012

Milena ist in Neustadt i.H.!

Milena, die immer noch Sunny heißt (soll sich am Samstag ändern) ist endlich in Neustadt i.H.
War schon ein wenig schwierig...
nach dem Kranen in Wyk auf Föhr steckten wir erstmal im Watt fest: Kurz vor Niedrigwasser bei Ostwind ging gar nichts mehr, die Fähre musste eine gute Stunde warten, weil die entgegenkommende Fähre fest saß, bevor es weiter ging:


Aber letztlich waren wir rechtzeitig in Neustadt.
Was noch zu bemerken ist:
Am Mittwoch Abend, als ich mit der letzten Fähre nach Föhr übersetzte, 20. Juni, fast längster Tag, ergab sich ein traumhafter Blick auf Föhr. Ich liebe dieses Licht, die Weite und die stille Melancholie der See. Das sind so Augenblicke, wo ich mich in diesem Universum einsam und geborgen zugleich fühle...



Donnerstag, 7. Juni 2012

Salzburg, Juni 2012

Trotz gemischten Wetters habe ich ein paar schöne Tage in Salzburg verbracht. Und natürlich wieder viele Photos geschossen:









Freitag, 4. Mai 2012

5 Lackschichten später...

Na also, das Steckschott der Milena ist fertig lackiert, die Karten sind da und so einiges Zubehör. Jetzt braucht es nur noch den festen Termin für den Transport und die Bootsübergabe kann stattfinden. Sogar die HDI hat sich heute gemeldet... Es geht vorwärts...


Seen from above...

Ein Bild vom vergangenen Winter (meinem Flug in die Schweiz) , dass ich noch für überaus zeigenswert halte:

Ich hab es ein bisschen mit "Snapseed" nachbearbeitet.

Sonntag, 22. April 2012

Bilder von Milena (ex Sunny)

Der stolze Neueigner

Vorluk

WeCe

Blick aus dem Salon

Blick in den Salon

Technik aus verschiedenen Zeiten..Diese Bedarf des Aufräumens

Gründliches Putzen würde schon sehr helfen...

Milena, noch als Sunny auf ihrem Hafentrailer

Föhr April 2012 mit Laura

Was für ein schöner Tag!

Ich habe also wirklich ein eigenes Boot. Bei intensivem Hinsehen stellte sich für mich erst mal heraus, das  Putzen und Lackieren not tun, aber im Übrigen die Substanz doch sehr in Ordnung ist.

Mal abgesehen davon, dass heute zwei Photo-Verrückte, nämlich Laura und ich unterwegs waren. Hier schon mal ein paar Bilder ohne Boot...


Laura im Strandkorb



Was will uns dieses Photo sagen?

Blicke auf Langeneß  bei der Rückfahrt

Föhr, April 2012